neu außerhalb von Europa beliefert
Aus der Praxis
Internationales Business Development aufgebaut, dass in Krisen standhält.
Zielmärkte systematisch ausgewählt, Go‑to‑Market‑Ansatz definiert, Vertrieb und Partnerstruktur aufgebaut – mit klarem Fokus auf Marge und Risiko.
+7Länder+ 7 Länder
+90%+ 90 %
Umsatz mit Auslandskunden
+45%+ 45 %
Exportanteil durch neue Projekte
+10%+ 10 %
mehr Bruttospanne durch Export
Ausgangssituation
Von opportunistischem Export zu gezielter Internationalisierung
Mehrere Industrieunternehmen waren im Heimatmarkt gut positioniert, erzielten aber nur zufälligen Auslandsumsatz: einzelne Kunden, wenig Marktwissen, kein klarer Go‑to‑Market. Ziel war, internationales Business Development so aufzubauen, dass neue Länder, Projekte und Produkte profitabel skaliert werden – auch in Krisenzeiten.
Umsetzung
So haben wir das umgesetzt
- Systematische Analyse von Marktgröße, Wachstum, Margen und Wettbewerbsintensität je Region.
- Auswahl weniger, klar priorisierter Zielmärkte statt „Anfragen hinterherlaufen“.
- Definition der Positionierung pro Markt: Anwendungen, Branchen, Preis‑/Leistungsniveau.
- Entscheidung je Land: Direktvertrieb, Distributoren, Agenten oder Projektpartner.
- Klare Zielrollen für Partner und eigene Teams: Leads, Angebote, Projektführung, Service.
- Vertriebsansätze gezielt differenziert: projektgetrieben (CDE), OEM/Produktvertrieb (CIBES), Langfrist‑Abnahmen (ZIROM‑Typen).
- Aufbau eines zentralen internationalen BD‑Funnels mit klaren Stufen von Lead bis Auftrag.
- Identifikation und Gewinnung von Schlüsselkunden in neuen Ländern (z.B. 5–7 Märkte außerhalb Europas).
- Fokus auf Projekte, die ohne aktives BD nicht entstanden wären – inklusive gemeinsamer Planung mit Technik und Operations.
- Anpassung und Erweiterung des Produktprogramms für internationale Anwendungen (z.B. neue Varianten, Konfigurationen, Features).
- Logistik‑ und Lieferzeiten so organisiert, dass sie zu den Erwartungen der Zielmärkte passen (z.B. bessere Lead Times, regionale Lager).
- Höhere wahrgenommene Wertigkeit ermöglichte bessere Preise und Margen im Exportgeschäft.
- Länderrisiken, Zahlungsbedingungen und Projekt‑Risiken vor Eintritt bewertet und laufend überwacht.
- Einsatz von Instrumenten wie Akkreditiv, Kreditversicherung oder gesicherten Zahlungsbedingungen dort, wo nötig.
- Regelmäßige BD‑Reviews mit Finance und Operations: Pipeline, DB‑Beiträge, Kapazitäten, Cashflow‑Effekte.
Lessons Learned
Was als Kernpunkte identifiziert wurde
Vier Punkte, mit denen Internationalisierung von Zufall zu planbarem Wachstum wird.
Märkte bewusst auswählen
Weniger, dafür passend und kontrollierbar
Nicht jede Anfrage rechtfertigt Markteintritt – klare Kriterien verhindern Verzettelung.
Pipeline und Marge steuern
Business Development ist kein Bauchgefühl
Ohne Funnel, Zielmargen und regelmäßige Reviews bleibt Internationalisierung Zufallsergebnis.
Produkt & Logistik mitdenken
Nutzen schlägt Präsenz
Wer Lieferzeiten, Qualität, Varianten und Service an lokale Erwartungen anpasst, schafft höhere Zahlungsbereitschaft und stabilere Kundenbeziehungen.
Go‑to‑Market je Land
Kultur und Tradition sind wichtig, kein Einheitsmodell
Direktvertrieb, Partner oder Projekte – der Kanal muss zu Markt, Produkt und Ressourcen passen.